By Handball Wohlen_SUPERMFA on Dienstag, 15. September 2026
Category: Männer

Matchbericht: SG Wohlen-Mutschellen vs. HSG Handball Brugg

Aufsteigerduell gewonnen

 Trotz Fehlstart gewinnt die SG Wohlen-Mutschellen das Aufsteigerduell gegen Handball Brugg mit 37:33. Damit sicherten sich die Freiämter den ersten Sieg in der 1. Liga.

(Christoph A. Hajagos) «Hauptsache gewonnen. Wir haben dem Gegner jedoch zu viele Tore zugelassen!», fasste Patrick Zubonja, der nach langer Verletzungspause rechtzeitig zum Saisonstart wieder fit wurde, das Spiel der beiden Aufsteiger zusammen. Und auch Stefan Konkol, Co-Trainer der Freiämter, stiess ins gleiche Horn. «Nach dem schlechten Start half uns die Umstellung in der Abwehr. Und trotzdem schafften es die wirbligen Brugger immer wieder, unsere Defensive zu überwinden. Daran müssen wir in den kommenden Trainings arbeiten.» Bereits nach etwas mehr als elf Spielminuten bat SG-Trainer Alex Milosevic seine Mannen zum Team-Time-out und stellte die Weichen neu. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Freiämter mit 5:8 im Hintertreffen und bekundeten in der Abwehr grösste Mühe, die wirbligen Brugger in den Griff zu bekommen.

Weckruf zur richtigen Zeit

Die Auszeit wurde zum Weckruf. Durch Umstellung des Abwehrsystems wurden die Räume dichter gemacht, den Gästen weniger Lücken zugestanden. Und im Angriff wurden die Chancen konsequenter genutzt. Das Resultat dieser Umstellung wurde durch den Umschwung sichtbar. Knappe sechs Minuten nach dem Time-out lagen die Hausherren mit 11:9 in Front und hatten fortan das Spiel besser unter Kontrolle. Da es aber lediglich bei der Kontrolle blieb und die Chancen in den letzten zehn Minuten nicht immer ausgenutzt wurden, führten die Freiämter zur Pause lediglich mit 16:14. «Wenn wir in den letzten zehn Minuten unsere Möglichkeiten kaltblütiger verwertet hätten, wäre die Führung zur Pause deutlicher gewesen», haderte Konkol mit den vergebenen Chancen.

Zwischenspurt, dann Verwaltungsmodus

Nach einer kurzen Anlaufzeit hatten die Hausherren in der Wohlener Hofmattenhalle nach dem Seitenwechsel ihre beste Phase. Mit einem 6:0-Lauf zogen die Freiämter innert weniger Minuten entscheidend davon und bauten ihren Vorsprung auf zwischenzeitliche acht Tore (24:16) aus. Angeführt vom wirbligen Timo Schneider, der sieben seiner acht Abschlussversuche erfolgreich versenken konnte, von Routinier Amer Zildzic, der fünfmal einnetzte, und von Neuzugang Francesco Biffiger (7 Tore) zogen die Freiämter dem Mitaufsteiger aus Brugg den Zahn. Bereits zwanzig Minuten vor dem Ende wechselte die SG Wohlen-Mutschellen unbewusst in den Verwaltungsmodus. Der Gast brachte eigentlich nicht mehr viel zusammen, die Freiämter, bedingt durch einige Wechsel, mussten ihren Vorsprung bis zum Ende des Spiels trotzdem auf 37:33 schrumpfen lassen.

Cup-Revanche gegen Steffisburg

Bereits nächsten Mittwoch (19:30 Uhr/Hofmatten 2 Wohlen) steht für die SG Wohlen-Mutschellen eine grosse Aufgabe auf dem Programm. Nach dem Freilos in der Vorrunde starten die Freiämter in den Mobiliar-Schweizer-Cup. Und der Zufall wollte es, dass die Spielgemeinschaft einen bekannten Gegner zugelost bekommen hat. Wie schon im Vorjahr empfangen die Freiämter den TV Steffisburg aus der NLB. Vor Jahresfrist hielt der damalige Zweitligist phasenweise gut mit. Erst in der letzten Viertelstunde ging dem Underdog der Sprit aus, die Berner Oberländer setzten sich schlussendlich mit 25:35 durch.

Nun bekommen die Freiämter die Gelegenheit zur Revanche. Während die SG Wohlen-Mutschellen am Samstag den Heimerfolg gegen Brugg feiern konnten, musste Steffisburg bereits die dritte Niederlage in der noch jungen Meisterschaft einstecken. Gegen den Leader Stans verloren die Berner vor eigenem Publikum knapp mit 27:28 und liegen ohne Punkte im Tabellenkeller. Ein angeschlagener Gegner könnte für die Freiämter einerseits zur Chance für eine Überraschung werden, aber genauso gut zur Gefahr, sind angeschossene Wildtiere doch die gefährlichsten. Für Konkol überwiegt jedoch die Vorfreude. «Wir sind die Aussenseiter, haben nichts zu verlieren. Wir dürfen vor eigenem Publikum spielen und werden die Partie mit der notwendigen Seriosität geniessen.»