Matchbericht: HV Olten vs. SG Wohlen-Mutschellen
Starker Start, bitteres Ende
Trotz starkem Auftakt kassiert die SG Wohlen-Mutschellen die erste deutliche Niederlage der Saison. Die Freiämter führen in Olten mit drei Toren, verlieren aber zunehmend den Faden. Am Ende unterliegt das Team von Trainer Alex Milosevic mit 24:32. Trotz des deutlichen Resultats sieht er einiges, worauf sich aufbauen lässt.
(Noah Ihle, Handball Wohlen) Das Freiämter Fanionteam trifft auswärts in Olten auf eine gefestigte 1.-Liga-Mannschaft. Den besseren Start erwischen jedoch die Gäste SG Wohlen-Mutschellen. Die Verteidigung steht kompakt, in der Offensive finden die Freiämter ihre Lösungen. Nach 17 Minuten führen sie mit 11:8. «Die Verteidigung stand sehr gut und wir haben vorne ideenreich gespielt», sagt Rückraumspieler Joshua Schmid. Auch Trainer Alex Milosevic sieht seine Mannschaft in den ersten 20 Minuten klar im Vorteil.
Dann kippt die Partie. Die Gäste lassen klare Chancen liegen – und bringen Olten damit zurück ins Spiel. «Wir haben zwei, drei hundertprozentige Chancen vergeben. Das hat uns wahrscheinlich etwas die Moral genommen», erklärt Schmid. Auch in der Abwehr lässt die Konsequenz nach. Olten wird stärker, bestraft die Nachlässigkeiten und macht aus dem Rückstand bis zur Pause eine 14:11-Führung.
Der Faden ist gerissen
Auch nach dem Seitenwechsel gelingt es den Freiämtern nicht, an ihren guten Beginn anzuknüpfen. Im Angriff fehlen plötzlich Ideen und Entschlossenheit. Olten zieht Tor um Tor davon.
Am Ende steht es 32:24 für die Gastgeber. «In der zweiten Halbzeit ist der Faden gerissen», sagt Milosevic. Sein Team habe das Tempo nicht über die gesamte Spielzeit halten können. Dass eine gute Anfangsphase allein nicht reichen würde, war der Mannschaft bewusst: «Wir wussten von Anfang an, dass wir 60 Minuten eine gute Leistung abrufen müssen.» Milosevic sieht die Niederlage trotzdem nicht nur negativ. Aus seiner Sicht fällt sie zu deutlich aus. Mit der Leistung seiner verjüngten Mannschaft ist er insgesamt zufrieden – wenn auch nicht «sehr zufrieden». «Wir haben sehr viele gute Sachen gezeigt. Darauf können wir aufbauen», betont der Trainer.
Drei Tage im Zeichen des Handballs
Bis zum nächsten Meisterschaftsspiel am 10. Oktober gegen Muotathal bleiben zwei Wochen. Diese wollen die Freiämter nutzen, um an ihren Schwächen zu arbeiten und ihre Stärken auszubauen. Das Ziel ist klar: Gegen einen starken Gegner sollen die nächsten Punkte her.
Zur Vorbereitung gehört auch eine dreitägige Weiterbildungsreise nach Deutschland. Auf dem Programm stehen ein Freundschaftsspiel, ein Training und das Bundesliga-Spiel zwischen Bietigheim und den Füchsen Berlin. Milosevic bringt das Programm auf den Punkt: «Drei Tage lang nur Handball.» Die Mannschaft will die Reise nutzen, um gemeinsam dazuzulernen und das eigene Spiel weiterzuentwickeln.
Zweite Mannschaft feiert erste Punkte
Die SG Mutschellen-Wohlen darf dagegen ihren ersten Saisonsieg feiern. In der 2. Liga setzt sich die zweite Mannschaft der Freiämter in einem spannenden Spiel knapp gegen Handball Züri Unterland durch. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt sichert sie sich damit die ersten beiden Punkte.
